Um es kurz zu halten: Timothy Snyders Werk Black Earth – Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann ist, so wird im Folgenden zu zeigen sein, uninformativ und stellenweise auf gerade zu naive Art trivial. Continue reading „„Black Earth“ von Timothy Snyder – eine Kritik“
Contre le monde, pour la vie
Mit Unterwerfung legt Michel Houellebecq seinen ersten Campusroman vor und verschafft diesem – in Deutschland vor allem durch Dietrich Schwanitz bekannt gewordenen – Genre damit eine breitere Beachtung. Continue reading „Contre le monde, pour la vie“
Die Identitären – Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa
Im Februar 2013 erreichte eine lose organisierte, neurechte Strömung breite Bekanntheit. Sogar die Tagesthemen und die Tagesschau berichteten von ihr, der Identitären Bewegung. Die digitalen Plattformen und Netzwerke erlebten hohen Zulauf. Seitdem ist es ruhig geworden um die Identitären, zumindest in Deutschland. In Frankreich dagegen besetzten sie im Mai 2012 vermutlich aus Protest gegen die Einführung der eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare, das Parteigebäude der Sozialisten in Frankreich. Im September 2014 vermummten sich Anhänger der Identitären in Wien und spielten eine Hinrichtung nach Art der IS-KämpferInnen nach. Beide Aktionen erzeugten relativ hohe Aufmerksamkeit.
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Der Rote Max aus Oberbayern
„Es begann in Altötting“ ist die Autobiographie des Hagalil-Autors Max Brym. Es erzählt von seiner Kindheit als Sohn eines jüdischen Vaters und KZ-Überlebenden im erzkatholischen Altötting und seinem Aufwachsen in Waldkraiburg, einer von ‚Vertriebenen‘ gegründeten Stadt im Chemiedreieck Oberbayerns. Continue reading „Der Rote Max aus Oberbayern“
Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"
Als am 18. November 2014 zwei palästinische Extremisten vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge ermordeten, zeigten sich sogar deutsche Medien einigermaßen bestürzt. Das heute journal, stets bemüht um eine (israel-)kritische Berichterstattung schaffte es, die Familie des getöteten Attentäters zu interviewen, die nicht nur von der Verzweiflung der palästinensischen Bevölkerung lamentieren durften, sondern auch noch das letzte Wort erhielten. Dieser furchtbare Beitrag ist bezeichnend für die Berichterstattung über Israel, die wohl auf einem durch Sprachbarrieren erzeugten Mangel an Originaltönen und auf einem zu viel an Ressentiments beruhen. Umso erfreulicher ist deshalb das neuste Buch Tuvia Tenenboms, das im Herbst 2014 im Suhrkamp Verlag erschien: „Allein unter Juden“. Continue reading „Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"“