Im Februar 2013 erreichte eine lose organisierte, neurechte Strömung breite Bekanntheit. Sogar die Tagesthemen und die Tagesschau berichteten von ihr, der Identitären Bewegung. Die digitalen Plattformen und Netzwerke erlebten hohen Zulauf. Seitdem ist es ruhig geworden um die Identitären, zumindest in Deutschland. In Frankreich dagegen besetzten sie im Mai 2012 vermutlich aus Protest gegen die Einführung der eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare, das Parteigebäude der Sozialisten in Frankreich. Im September 2014 vermummten sich Anhänger der Identitären in Wien und spielten eine Hinrichtung nach Art der IS-KämpferInnen nach. Beide Aktionen erzeugten relativ hohe Aufmerksamkeit.
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Der Rote Max aus Oberbayern
„Es begann in Altötting“ ist die Autobiographie des Hagalil-Autors Max Brym. Es erzählt von seiner Kindheit als Sohn eines jüdischen Vaters und KZ-Überlebenden im erzkatholischen Altötting und seinem Aufwachsen in Waldkraiburg, einer von ‚Vertriebenen‘ gegründeten Stadt im Chemiedreieck Oberbayerns. Continue reading „Der Rote Max aus Oberbayern“
Alle sind Charlie, keiner ist Jude.
Nach den blutigen Anschlägen islamistischer Terroristen auf die Pariser Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ entwickelte sich innerhalb weniger Stunden eine erstaunliche, globale Solidaritätskampagne. In Karikaturen wurde der Angriff auf die Redaktion unter anderem mit dem Terroranschlag auf das World Trade Center verglichen und in der Gefühlswelt vieler Menschen wohl auch als ähnlich verstanden, denn: Continue reading „Alle sind Charlie, keiner ist Jude.“
Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"
Als am 18. November 2014 zwei palästinische Extremisten vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge ermordeten, zeigten sich sogar deutsche Medien einigermaßen bestürzt. Das heute journal, stets bemüht um eine (israel-)kritische Berichterstattung schaffte es, die Familie des getöteten Attentäters zu interviewen, die nicht nur von der Verzweiflung der palästinensischen Bevölkerung lamentieren durften, sondern auch noch das letzte Wort erhielten. Dieser furchtbare Beitrag ist bezeichnend für die Berichterstattung über Israel, die wohl auf einem durch Sprachbarrieren erzeugten Mangel an Originaltönen und auf einem zu viel an Ressentiments beruhen. Umso erfreulicher ist deshalb das neuste Buch Tuvia Tenenboms, das im Herbst 2014 im Suhrkamp Verlag erschien: „Allein unter Juden“. Continue reading „Mit einem charmanten Neurotiker auf Entdeckungsreise durch Israel – Rezension zu Tuvia Tenenboms neuem Buch "Allein unter Juden"“
Bienheureux ceux qui croient à l'amour plus qu'à la haine.
Wenige Stunden ist der Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo her. 12 Menschen sind dabei nach aktuellem Stand ermordet worden. Zwar weiß man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, wer diese Tat begangen hat, dass ein Satireblatt bei den Tätern allerdings einen Hass hervorruft, der sie töten lässt, sagt viel über diese aus. Continue reading „Bienheureux ceux qui croient à l'amour plus qu'à la haine.“